Basis des Entwurfs ist ein stapelbares Konstruktionssystem.
Es ist aus Stahlbeton, kann verhältnismäßig leicht hergestellt
werden, und erlaubt obendrein so mannigfache Kombinationen, daß
es selber kaum noch wahrgenommen wird, kurzum: Nicht Monotonie,
sondern Vielfalt durch Vervielfältigung. Das zeigt sich beispiels-
weise im Grundriß des Schulzentrums in Ellwangen, der logisch
gegliedert ist und durch die „Begleitung" der Wege durch Höfe
eine (leicht gezügelte) Anmut erhält; das zeigt sich vor allem
schulzentrum ellwangen
hugo-häring-preis 1974

in der Qualität der Räume, und da wiederum am attraktivsten
in der zentralen, Realschule und Gymnasium verbindenden Halle,
die Eingang ist, aber auch Aula und Markt sein kann; dort, wo
das Dach schräg und verglast ist, entsteht sogar so etwas wie
Mansardengemütlichkeit. Man kann die Qualität des Systems
freilich auch außen ablesen, an der Fassade etwa, ihren Elementen
und ihrer sehr sicheren Gliederung. Eine Erweiterung der Schulen
ist dank des Bausystems leicht möglich.

(Aus dem Protokoll der Hugo Häring Jury)


Bauzeit: 1972-1973